#deletefacebook – Unsere Handlungsweise mit Facebook

Facebook

Nach dem bekannt gewordenen Datenskandal der letzten Woche schwirrt derzeit der Hashtag #deletefacebook durch alle Medien. Dazu finden sich viele Erklärungen, wie man “dauerhaft” seinen Facebookaccount löschen kann. Die Suchanfragen bei Google, wie man einen Facebookaccount löschen kann, nehmen weltweit in den Statistiken zu. Ein deutliches Zeichen, dass sich viele Menschen derzeit Gedanken über einen dauerhaften Ausstieg aus facebook machen. Auch wir überdenken unsere Handlungsweise.

Doch macht der Ausstieg aus Facebook wirklich Sinn?

Diese Frage muss sich jeder Mensch selber stellen. Die Argumente von Fachleuten sprechen in großen Teilen für einen Ausstieg. Zumindest stellt sich die Frage, wieviele persönliche Daten man bereit ist an facebook zu übermitteln. Viele Daten die von facebook und seinen Werbepartnern über eine Person erhoben werden, lassen sich von dem Anwender überhaupt nicht mehr kontrollieren. Es ist nicht alleine entscheidend was und wie oft ein User bei Facebook postet, gefällt mir klickt, oder auf andere Art und Weise mit Facebook interaggiert. Entscheidend ist vielmehr, dass facebook es versteht auch Daten über Personen und Organisation zu sammeln, welche gar nicht auf facebook aktiv sind und lediglich ein Benutzerkonto besitzen um hier und da mal Informationen abzufragen.  Das heißt, dass der User es nicht mehr selber in der Hand hat zu entscheiden, was er über sich preis gibt und was nicht.

Eine auf dem Smartphone installierte und aktivierte App von facebook erhält zum Beispiel so viele Rechte, dass die App unbemerkt Daten über Ihren Standort, Ihr Surfverhalten, Ihre Nachrichten, Bilder und Ihre Kontaktdaten dauerhaft an facebook übermittelt. facebook fertigt auf diese Weise ein lückenloses Verhaltens- und Bewegungsprofil des Users an. Das Ziel von facebook ist, möglichst genau zu ermitteln, was Sie machen, wofür Sie sich interessieren, mit wem Sie befreundet sind, über was Sie sich unterhalten und in welcher Stimmung Sie gerade sind.

Das Ziel: Der Verkauf Ihrer Daten!

Das jetzt über 50 Mio. Useraccounts ausgewertet und zu Wahlkampfzwecken in den den USA verwendet wurden zeigt, dass facebook nicht mehr den Zweck erfüllt, den es ursprünglich mal hatte. Mit der Verknüpfung von sozialen Kontakten hat das aus unserer Sicht nichts mehr zu tun. Das facebook ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen ist, und selbstverständlich nichts “kostenlos” anbietet, muss jedem schon klar geworden sein. Aber dieses Ausmaß der Datenauswertung durch Cambridge Analytica übertrifft jedoch alle unsere bisherigen Vorstellungen.

Unser künftiger Umgang mit Facebook.

Wir selber werden künftig auf den Einsatz von facebook weitgehend verzichten und stellen daher lediglich Verlinkungen unserer Bloginhalte auf unsere Facebookseite. Kunden und Nichtkunden von uns haben so weiterhin die Möglichkeit sich über uns und unsere aktuellen Themen zu informieren. Wir werden jedoch alle weiteren Aktivitäten auf facebook einstellen und dort vor allem keine Werbeanzeigen mehr schalten. Große Unternehmen wie zum Beispiel die Commerzbank und Tesla machen dies auf die gleiche Art, und wir denken, dass jeder hier einen Beitrag leisten kann, um facebook hier Einhalt zu gebieten. Unserer Auffassung nach beginnt eine Revolution immer damit, dass viele sich daran beteiligen. Egal wie einflussreich man ist.

Mittelfristig werden wir auch unsere Facebookseite aus dem Netz nehmen. Allerdings möchten wir allen Followern die Möglichkeit geben auch weiterhin informiert zu bleiben. Wir möchten Sie daher dazu ermuntern uns künftig nicht auf Facebook, sondern unseren twitter-account zu folgen. Denn hier werden wir ab sofort aktiver sein, als wir es auf facebook je waren.